Star Club: Die Legende

Der Star Club in Hamburg war der wohl bekannteste Club in Deutschland, in dem große Stars auf engem Raum auftraten. Er wurde 1962 geöffnet und zog viele junge Musiker vor allem auch aus England und Übersee an. Ins Leben gerufen hatten ihn Horst Fascher und Manfred Weissleder, die eine Bühne für junge Musiker schaffen wollten. Das gelang ihnen: Die wohl bekannteste Band, die gleich dreimal dort spielte, waren die Beatles.

Aber das war kein Zufallstreffer: Viele Stars der 60er und 70er Jahre gaben sich im Star Club die Klinke in die Hand. Sie kamen sogar aus Amerika, um auf der Reeperbahn zu spielen. Unter den Gästen waren:

  • Jimi Hendrix
  • Ray Charles
  • Fats Domino
  • Bill Haley
  • Jerry Lee Lewis
  • Little Richard
  • Johnny and the Hurricanes

Aus England kamen natürlich die Beatles, aber auch andere damals bekannte Bands wie Earth, die Vorgängerband von Black Sabbath, Cliff Bennet and the Rebel Rousers, die Band Cream, Alvin Lee von Ten Years After und viele andere.

Der Name kam übrigens nicht von den Stars, die ein und aus gingen, sondern vom vormaligen Stern-Kino, dass sich dort befunden hatte. Die Club-Gründer meinten, das ein englischer Name angebrachter sei. Der Untertitel war ganz im Trend der Zeit “Treffpunkt der Jugend”.

Sehr lange bestand der Star Club aber nicht. Er wurde bereits am 31. Dezember 1969 wieder geschlossen. Die ersten Jahre waren turbulent, mehrmals gab es Schließungen wegen Schlägereien. Der Club hatte auch Ableger in anderen Städte wie Berlin, Köln oder Flensburg und Bielefeld.

Das Ende läuteten aber die Fans selbst ein, die vor allem an den Werktagen ausblieben. Ohne diese Einnahmen und den nur noch an den Wochenenden ausverkauften Konzerten konnte sich der Club nicht halten und am Silvestertag des Jahres 1969 gab die Band Hardin & York dort das letzte Konzert.

Als Nachfolger zog das Erotiklokal Saambo ein. 1983 brannte das Gebäude aus und wurde schließlich 1987 abgerissen. Eine Stele erinnert heute noch an die vielen Künstler, die hier auftraten.